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Kurzer geschichtlicher Abriß:
Der Mastino Napoletano ist ein Nachfahre des großen römischen
Molosserhundes, den Columella im ersten Jahrhundert nach
Christus in seinem Werk "res rustica" beschrieben hat. Die
römischen Legionen, an deren Seite er kämpfte, verbreiteten ihn
in ganz Europa; er wurde zum Ursprung vieler doggenartiger
Rassen in den anderen europäischen Ländern. Jahrhundertelang
überlebte er in den Ländereien am Vesuv und ganz allgemein in
der Gegend um Neapel; dank der Hartnäckigkeit und
Opferbereitschaft einer Gruppe von Kynologen - an ihrer Spitze
sei der Tessiner Piero Scanziani genannt - begann seit 1946
wieder eine kontrollierte Zuchtauswahl.
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Allgemeine Erscheinung:
Schwerer, massiger, stämmiger und großer Hund, dessen
Körperlänge die Widerristhöhe übertrifft.
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Wichtige Proportionen:
Die Körperlänge übertrifft die Widerristhöhe um 10%. Die
Kopflänge entspricht 3/10 der Widerristhöhe. Das Verhältnis
Oberkopf zu Fang beträgt 2 zu 1.
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Verhalten und Wesen:
Beständiges, treues Wesen, ohne Grund weder aggressiv noch
bissig; dem Heim und seinen Bewohnern ist er ein stets
wachsamer Beschützer, intelligent, edel und majestätisch.
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Kopf:
Kurz und massig, am Jochbeinbogen breiter Schädel; die
Kopflänge erreicht ungefähr 3/10 der Widerristhöhe. Die
reichlich vorhandene Haut bildet Runzeln und Falten, deren
typischste und ausgeprägteste vom äußeren Lidwinkel zum
Lefzenwinkel verläuft. Die oberen Begrenzungslinien von
Schädel und Fang sind parallel.
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Schädelregion:
Der Schädel ist breit, flach, besonders zwischen den Ohren,
und, von vorne besehen, in seiner Vorderpartie leicht
konvex. Seine Breite zwischen den beiden Jochbeinen ist
größer als die halbe Kopflänge. Die Jochbeinbogen treten
stark hervor, aber mit flachen Muskeln. Die Vorsprünge des
Stirnbeins sind stark entwickelt; die Stirnfurche ist
ausgeprägt; der Hinterhauptfortsatz ist kaum angedeutet.
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Stop:
Gut ausgeprägt.
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Nasenschwamm:
In der Verlängerung des Nasenrückens gelegen, darf er nicht
über die vordere senkrechte Begrenzungslinie der Lefzen
vorspringen; er muß massig sein, mit großen, gut geöffneten
Nasenlöchern. Seine Farbe hängt von der des Haarkleides ab:
schwarz bei schwarzen Exemplaren, dunkles graubraun bei
Hunden anderer Farbe und braun bei braunem Haarkleid.
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Fang:
Er ist sehr breit und hoch; seine Länge entspricht der des
Nasenrückens und muß einem Drittel der Kopflänge
entsprechen. Die Seiten sind parallel zueinander, so daß der
Fang von vorne besehen praktisch die Form eines Vierecks
hat.
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Lefzen:
Fleischig, dick und reichlich, von vorne besehen bilden die
Oberlefzen an ihrer Nahtstelle ein umgedrehtes "V". Der
untere seitliche Saum des Fanges wird von den Oberlefzen
gebildet; ihre tiefste Stelle ist der Lippenwinkel mit
sichtbaren Schleimhäuten vertikal unterhalb des äußeren
Augenwinkels.
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Kiefer:
Kräftig, mit starken Kieferknochen und perfekt
zusammenpassenden Zahnbogen. Der Kinnbacken muß in der
Breite gut entwickelt sein.
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Zähne:
Weiß, gleichmäßig entwickelt, gut ausgerichtet und
vollzählig. Scherengebiß, d.h. die oberen Schneidezähne
bedecken die unteren mit engem Kontaktschluß und sie sitzen
senkrecht im Kiefer, oder Zangengebiß, d.h. daß die oberen
Schneidezähne mit ihrem freien Ende die Spitzen der unteren
Schneidezähne berühren.
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Augen:
Die gut auseinanderstehenden Augen liegen nach vorne auf
gleicher Ebene; die Lidöffnung ist nahezu rund; der Augapfel
liegt leicht eingebettet. Im Vergleich zur Fellfarbe ist die
Farbe der Iris dunkler, jedoch darf das Auge bei helleren
Fellfarben ebenfalls heller sein.
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Ohren:
Im Verhältnis zur Größe des Hundes sind sie klein, von
dreieckiger Form, platt, an den Wangen anliegend und über
dem Jochbeinbogen angesetzt. Wenn sie kupiert sind, haben
sie die Form eines nahezu gleichseitigen Dreiecks.
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Hals:
Profil:
Die obere Linie ist leicht konvex.
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Länge:
Eher kurz, er mißt ungefähr 2,8/10 der Widerristhöhe.
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Form:
Er hat die Form eines Kegelstumpfes und ist gut bemuskelt.
Auf halber Länge gemessen entspricht sein Umfang ungefähr
8/10 der Widerristhöhe.
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Haut:
Die Halsunterseite besitzt reichlich lockere Haut, die eine
doppelte, gut unterteilte, aber nicht gering ausgebildete
Wamme formt. Sie beginnt in Höhe der Kieferäste und reicht
nicht über die Halsmitte hinaus.
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Rumpf:
Die Rumpflänge übertrifft die Widerristhöhe um 10 %.
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Obere Linie:
Die obere Rückenlinie ist gerade; der Widerrist ist breit,
lang und nicht sehr hervortretend.
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Rücken:
Er ist breit und seine Länge entspricht etwa 1/3 der
Widerristhöhe. Die Lenden müssen harmonisch in den Rücken
übergehen und die Muskulatur muß in der Breite gut
entwickelt sein.
Der Brustkasten ist geräumig mit langen, gut gewölbten
Rippen. Der Umfang des Brustkastens übertrifft die
Widerristhöhe um etwa 1/4.
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Kruppe:
Sie ist breit, kräftig und gut bemuskelt. Ihre Neigung zur
Horizontalen beträgt, gemessen am Beckenknochen, ungefähr
30%. Ihre Länge entspricht 3/10 derWiderristhöhe. Die
Brustbeinspitze liegt in Höhe der Schultergelenkspitze.
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Rute:
Am Ansatz ist sie breit und dick; sie ist kräftig und
verjüngt sich zur Spitze hin. In der Länge reicht sie bis
zum Sprunggelenk, aber üblicherweise wird sie auf 2/3 ihrer
Länge gekürzt. In der Ruhestellung wird sie herabhängend als
Säbelrute getragen; in der Bewegung hebt sie sich bis zur
Horizontalen oder etwas höher als der Rücken.
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Vordere Gliedmaßen:
Die vorderen Gliedmaßen sind in ihrer Gesamtheit, vom Boden
bis zur Ellbogenspitze, von vorne wie von der Seite
betrachtet, lotrecht und von kräftigem, der Größe des Hundes
angemessenem Knochenbau.
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Schulter:
Ihre Länge beträgt etwa 3/10 der Widerristhöhe mit einer
Neigung von 50° - 60° zur Horizontalen. Die Muskulatur ist
gut entwickelt, mit langen, gut unterscheidbaren Muskeln.
Der Winkel des Schultergelenks beträgt 105° - 115°.
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Oberarm:
Er mißt ungefähr 30% der Widerristhöhe, seine Neigung zur
Horizontalen beträgt 55° - 60° und er ist mit kräftiger
Muskulatur versehen.
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Ellbogen:
Sie sind mit reichlich lockerer Haut versehen und liegen
nicht zu eng am Brustkasten an.
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Unterarm:
Seine Länge entspricht nahezu der des Oberarms. Er steht
völlig senkrecht und ist von kräftigem Knochenbau und mit
gut entwickelter, trockener Muskulatur versehen.
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Fußwurzel:
Sehr breit, trocken und ohne Verdickungen verlängert sie die
senkrechte Linie des Unterarms.
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Mittelfuß:
Flach, verlängert er die senkrechte Linie des Unterarms.
Seine Neigung zur Horizontalen nach vorn beträgt ungefähr
70° - 75°. Seine Länge entspricht ungefähr 1/6 der
Gliedmaßenlänge vom Boden bis zum Ellbogen.
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Vorderpfoten:
Von runder Form, groß mit gewölbten, gut geschlossenen
Zehen. Die Sohlenkissen sind trocken, hart und gut
pigmentiert. Die Nägel sind stark, gebogen und von dunkler
Farbe.
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Hintere Gliedmaßen:
In ihrer Gesamtheit müssen sie kräftig und robust sein, im
Verhältnis mit der Größe des Hundes stehen, um den bei den
Gangarten gewünschten Vortrieb gewährleisten zu können.
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Oberschenkel:
In der Länge mißt er 1/3 der Widerristhöhe und seine Neigung
zur Horizontalen beträgt ungefähr 60°. Er ist breit, mit
dicken, hervortretenden aber gut voneinander abgesetzten
Muskeln. Oberschenkel und Becken bilden einen Winkel von
90°.
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Unterschenkel:
In der Länge etwas kürzer als der Oberschenkel und mit einer
Neigung von 50°- 55°; er ist von starkem Knochenbau und mit
gut sichtbarer Muskulatur versehen.
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Kniegelenk:
Der Winkel zwischen Oberschenkelknochen und Schienbein
beträgt ungefähr 110° - 115° .
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Sprunggelenk:
Sehr lang im Vergleich zur Unterschenkellänge, seine Länge
beträgt etwa 2,5/10 der Widerristhöhe. Der Gelenkwinkel
zwischen Schienbein und Fußwurzel beträgt 140° - 145°.
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Hintermittelfuß:
Trocken und kräftig, nahezu zylindrisch; völlig lotrecht,
seine Länge beträgt ungefähr 1/4 der Widerristhöhe;
eventuell vorhandene Afterkrallen müssen entfernt werden.
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Hinterpfoten:
Kleiner als die vorderen, rund mit gut geschlossenen Zehen,
Sohlenkissen trocken, hart und pigmentiert. Nägel stark,
gebogen und von dunkler Farbe.
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Gangarten:
Sie stellen eines der typischen Merkmale der Rasse dar. Im
Schritt ist der Gang katzengleich wie der Schritt des Löwen,
langsam und dem eines Bären ähnelnd. Der Trab ist
gekennzeichnet durch starken Schub der hinteren und weitem
Ausgreifen der vorderen Gliedmaßen. Der Hund verfällt selten
in den Galopp; übliche Gangarten: Schritt und Trab. Paßgang
wird toleriert.
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Haut:
Am ganzen Körper dick, reichlich und locker, besonders am
Kopf, wo sie zahlreiche Falten und Runzeln bildet, und an
der Halsunterseite, wo sie eine doppelte Wamme formt.
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Haarkleid:
Beschaffenheit des Haarkleides: Kurz, rauh und hart, dicht,
überall von gleicher Länge und gleichmäßig glatt, dünn und
höchstens 1,5 cm lang. Es darf keinerlei Anzeichen von
Fransen zeigen.
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Haarfarbe:
Die bevorzugten Farben sind: grau, bleigrau und schwarz,
aber auch braun, falbfarben und intensiv falbfarben
(hirschrot), manchmal mit kleinen weißen Flecken an Brust
und Zehenspitzen. Alle Farben dürfen gestromt sein. Die
Farbtöne haselnußbraun, taubengrau und isabellfarben werden
toleriert.
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Größe und Gewicht:
Widerristhöhe:
Rüden: 65-75cm. - Hündinnen: 60-68 cm.
Man gewährt nach oben und unten eine Toleranz von 2 cm.
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Gewicht:
Rüden: 60 - 70 kg. - Hündinnen: 50 - 60 kg.
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Fehler:
Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muß als Fehler
angesehen werden, dessen Bewertung im genauen Verhältnis zum
Grad der Abweichung stehen sollte.
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Schwere Fehler:
- Ausgeprägter Vorbiß
- Trompetenrute
- Größe außerhalb der angeqebenen Toleranzen
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Disqualifizierende Fehler:
- Rückbiß
- ausgeprägte Konvergenz oder Divergenz der
Begrenzungslinien Schädel - Fang
- Nasenrücken konkav oder konvex oder stark gekrümmt
- völlig depigmentierter Nasenschwamm
- beidseitig völlig depigmentierte Lidränder
- Wechselauge
- Schielen
- Fehlen von Falten, Runzeln oder Wamme
- Schwanzlosigkeit oder Stummelschwänzigkeit, gleich ob
angeboren oder herbeigeführt
- sehr ausgedehnte weiße Flecken
- weiße Abzeichen am Kopf.
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N. B:
Rüden müssen zwei augenscheinlich normale und völlig ins
Skrotum abgestiegene Hoden besitzen.
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